Insolvenz in England

Tipps und Informationen über das UK Insolvenzverfahren in England…

Das englische Insolvenzverfahren im Vereinigten Königreich

Insolvenz in England

Das englische Insolvenzverfahren ist in diesen Tagen in aller Munde. Viele Schuldner versprechen sich von einer Insolvenz in England eine besonders schnelle Restschuldbefreiung und diese kann mit dem englischen Insolvenzverfahren im Vereinigten Königreich von Großbritannien auch schnell erreicht werden. Vom Antrag auf die Insolvenz in England bis zur Restschuldbefreiung vergehen in der Regel im Vereinigten Königreich nur etwa zwölf Monate. Danach können Schuldner völlig neu durchstarten. Das klingt auf den ersten Blick zu schön, um wahr zu sein. Und wie immer im Leben gibt es gleichfalls eine Kehrseite der Medaille. Wer nämlich das englische Insolvenzverfahren für sich nutzen möchte, der muss im Vereinigten Königreich von Großbritannien bestimmte Bedingungen erfüllen.

Eine der wichtigsten, gleichzeitig aber auch eine der schwierigsten Voraussetzungen, um die Insolvenz in England erfolgreich durchführen zu können, besteht darin, seiner bisherigen Heimat den Rücken zu kehren. Denn ein Wohnsitz in Deutschland darf für das englische Insolvenzverfahren im Vereinigten Königreich von Großbritannien nicht mehr bestehen. Dennoch bietet das Insolvenzverfahren in England natürlich genauso zahlreiche Vorteile, so dass Schuldner, die einen schnellen aber dennoch legalen Weg aus der Schuldenfalle suchen, die Entscheidung für oder gegen die englische Insolvenz im Vereinigten Königreich genau abwägen sollten. Die Vorteile sowie die Nachteile wollen wir in diesem Ratgeber natürlich kurz im Überblick vorstellen.

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Vorteile von einem englischen Insolvenzverfahren

Insolvenz in England

Die Vorteile der Insolvenz in England sind vielfältig, wobei den allermeisten Menschen wohl als erster der zeitliche Vorteil ins Auge springt. Fakt ist, dass bei einem deutschen Insolvenzverfahren eine jahrelange Wohlverhaltensperiode festgelegt wird. Bevor es zur Restschuldbefreiung kommt, gehen also sechs bis sieben Jahre ins Land. Während dieser Zeit müssen sich Schuldner sehr stark einschränken, da sie jedes Einkommen, welches über die Pfändungsfreigrenze hinaus geht, abtreten müssen. Anders sieht das bei der englischen Insolvenz aus. Zuerst einmal kann bei dem im Vereinigten Königreich durchgeführten Insolvenzverfahren auf den äußerst zeitintensiven außergerichtlichen Einigungsversuch verzichtet werden, der in Deutschland Pflicht ist. Alleine dadurch lassen sich schon einige Wochen, wenn nicht Monate und ein extremer Verwaltungsaufwand einsparen. Die Beantragung der englischen Insolvenz erfolgt direkt beim zuständigen Amtsgericht, also dem Gericht, das sich am Wohnort in England befindet. Dabei müssen Schuldner angeben, wer ihre Gläubiger sind und wie es zur Zahlungsunfähigkeit kam.

Nachdem das Verfahren eröffnet wurde, beginnt auch bei der Insolvenz in England die Wohlverhaltensperiode. Sie dauert hier aber nur zwölf Monate an. Und in dieser Wohlverhaltensperiode liegt gleichermaßen der zweite wichtige Vorteil der englischen Insolvenz, denn in der Wohlverhaltensperiode werden die Pfändungsfreigrenzen nicht pauschal von staatlicher Seite festgelegt, sondern individuell ermittelt. Da die Lebenshaltungskosten in England sehr viel höher, als in Deutschland sind, können Schuldner bei der englischen Insolvenz sogar von einem höheren Selbstbehalt profitieren. Vielfach bietet sich auch innerhalb der Insolvenz in England die Möglichkeit, eine neue Existenz aufzubauen. Mit Hilfe eines versierten Anwalt kann so eine Limited gegründet und somit der Grundstein für einen Neustart nach der Restschuldbefreiung gelegt werden. Da die Geldprobleme in absehbarer Zukunft gelöst sein werden, haben viele Schuldner einen freien Kopf, um sich schon jetzt etwas Neues aufzubauen.

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Nachteile von einem englischen Insolvenzverfahren

Insolvenz in England

Natürlich sollten auch die Nachteile des englischen Insolvenzverfahrens den Schuldnern bekannt sein. Sie sind vielfältig und dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Als größter Nachteil ist der Wechsel des Wohnorts zu nennen, der viele Schuldner vor eine echte Herausforderung stellt. Es reicht nämlich nicht aus, wie viele annehmen, nur einen Zweitwohnsitz in England zu errichten. Der Lebensmittelpunkt muss nach England verlagert werden, das heißt, dass im Königreich eine Wohnanschrift vorliegen muss und der Schuldner muss nachweisen, dass er einer beruflichen Tätigkeit in England nachgeht. Um das alles im Vereinigten Königreich Großbritannien zu erreichen bedarf es einer gewissen Vorbereitungszeit, weshalb das englische Insolvenzverfahren in den meisten Fällen eben etwa 18 Monate Zeit benötigt und nicht nur die 12 Monate bis zur Restschuldbefreiung.

Gerade die Trennung von der Heimat, sowie der Familie macht vielen Schuldnern zu schaffen und ist deshalb einer der entscheidenden Nachteile beim englischen Insolvenzverfahren. Zwar könnte man jetzt annehmen, dass man direkt nach der Beantragung der Insolvenz in England wieder nach Deutschland umziehen könne, doch sollte man dies tunlichst vermeiden. Denn selbst englische Behörden prüfen die Anträge sehr genau und wenn ein Schuldner unglaubwürdig ist, also wenn durch einen übereilten Rückzug in die alte Heimat die Vermutung nahe liegt, dass der Umzug nach England lediglich für die Insolvenz erfolgte, kann dies eine Verweigerung der Restschuldbefreiung mit sich bringen. Von daher sollten Schuldner vorab genau prüfen, ob sie bereit sind, diese Konsequenzen zu tragen und ihren tatsächlichen Lebensmittelpunkt für etwa ein bis zwei Jahre nach England zu verlegen.

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Fazit über das Insolvenzverfahren in England

Insolvenz Anwalt Beck

Alles in allem kann das Insolvenzverfahren in England überzeugen. Die Vorteile überwiegen deutlich und die Verlagerung des Lebensmittelpunktes nach England wird durch eine sehr schnelle Restschuldbefreiung wieder gut gemacht. Dennoch sollten sich Schuldner, die eine englische Insolvenz anstreben, im Vorfeld genau erkundigen, was im Vereinigten Königreich alles auf sie zukommt. Idealerweise besprechen sie sich mit einem erfahrenen Rechtsanwalt, der sich auf die englische Insolvenz spezialisiert hat. Dieser Anwalt kann in einem Erstgespräch abklären, wie genau die englische Insolvenz durchlaufen wird, was für Opfer zu bringen sind und welche Vorteile sich aus der Insolvenz ergeben. Er wird allerdings auch auf das Risiko hinweisen, das besteht, wenn sich Schuldner nicht an die Spielregeln halten. So werden etwa Schuldner, die sich nur hin und wieder im Vereinigten Königreich von Großbritannien aufhalten oder eine Scheinwohnung anmieten, nicht nur unnötige Kosten auf sich nehmen.

Die Restschuldbefreiung, so sie denn erfolgt, ist in diesem Fall wertlos. Noch dazu laufen die Schuldner Gefahr, sich strafbar zu machen. Diese Risiken wird ein versierter Anwalt in diesem Fachbereich nicht eingehen und seine Mandanten darüber aufklären. Insgesamt können Schuldner also viele Vorteile aus der Insolvenz in England ziehen, wenn sie bereit sind, ein paar Opfer dafür zu bringen. Diese lohnen sich aber, wenn man sich die Vorteile noch einmal vor Augen führt. Die Kosten, die für das Verfahren anfallen, sind sehr unterschiedlich, hierbei kann ebenfalls ein spezialisierter Anwalt genauere Auskünfte geben.

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